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Verschüttete Heilkunst - altes Wissen neu entdeckt

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Mar 28, 2026
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Channel NameVerschüttete Heilkunst - altes Wissen neu entdeckt
Username@verschuetteteheilkunst
CategoryAprendizado de Idiomas
Languageportuguês
CountryBrasil
Membros6,445
Channel TypePublic Channel
Created28 de mar. de 2026
Last Updated20 de out. de 2026 • ontem
StatusActive

Classificação

Classificação Global
#273731+2015
Classificação por Idioma
#6191+22
Classificação por Categoria
#1947+15

Crescimento de Participantes

Total: 6.4K30 Days growth: -580.9%
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Crescimento de Participantes - 30 Days
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Crescimento de Participantes - Weekly
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Week of 30:03:20266,523
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Week of 20:04:20266,500
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Week of 06:07:20266,414
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Week of 20:07:20266,525
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Week of 03:08:20266,521
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Week of 17:08:20266,498
Week of 24:08:20266,515
Week of 31:08:20266,515
Week of 07:09:20266,515
Week of 14:09:20266,503
Week of 21:09:20266,502
Week of 28:09:20266,502
Week of 05:10:20266,502
Week of 12:10:20266,455
Week of 19:10:20266,445
Crescimento de Participantes - Monthly
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April 20266,500
May 20266,457
June 20266,414
July 20266,525
August 20266,515
September 20266,502
October 20266,445
Crescimento de Participantes - Yearly
DateSubscribers
20266,445

Últimos Posts

Besuche in Großstädten eignen sich immer gut, um Trends zu verfolgen. Dieses Foto habe ich in Berlin aufgenommen. Es symbolisiert den fortschreitenden Transhumanismus sowie die zunehmende Beziehungslosigkeit und Entfremdung der Menschen.

Menschen brauchen erfüllende Beziehungen zu anderen, um Mensch zu sein. Wir sind soziale Wesen und das Bedürfnis nach Zugehörigkeit ist eines der stärksten menschlichen Bedürfnisse.

Beziehungen zu Maschinen und Algorithmen mögen zwar verlockend erscheinen, können das Leben in menschlicher Gesellschaft aber niemals ersetzen. Letzteres hat besonders in Partnerschaften und bei der Elternschaft das Potenzial, den Menschen an seine tiefsten Wunden zu erinnern. Wenn er diese integriert, kann er gemeinsam mit anderen wachsen und erwachsen werden.

Die Vorstellung, Beziehungen an- und ausschalten zu können, entspringt wahrscheinlich dem Kontrollwahn des zivilisierten, aber nicht voll bewussten Menschen. Dieser glaubt irrtümlicherweise, die Welt ließe sich kontrollieren. Bloß nicht zu viel feste Bindung. Es könnte echte Nähe entstehen und dann Verlustängste ausgelöst werden. Doch maximale Flexibilität bedeutet auch Entwurzelung und letztlich Verlassenheit.
9770032
Die Kinderlähmung - eine Vergiftung? - Teil 6️⃣

👉In einer Studie in Detroit, hat man in Stuhlproben von fast 1.000 Menschen mit diagnostizierter Polio nur bei einem Drittel tatsächlich Polio nachweisen können. Alle anderen waren an einem anderen lähmenden Virus erkrankt.

👉In Wirklichkeit konnten die Ärzte nicht wissen, was die Lähmung verursachte. Es könnte einer der vielen verschiedenen Viren, Pestizide oder sogar Bakterien gewesen sein.

👉Auch heute noch kämpfen Länder, die giftige Pestizide einsetzen, mit der Kinderlähmung, auch Polio genannt.

👉Mutierte Stämme des Polio-Impfstoffs verursachen jetzt mehr Lähmungen als die wilde Polio
In diesem Jahr (2017) gab es bisher nur sechs Fälle von wilder Polio - und 21 Fälle von durch Impfung übertragener Polio, die meisten von ihnen in Syrien.

👉Was kann man also aus all dem mitnehmen? "Polio" ist ein vom Menschen verursachtes Problem. Die Lähmungen, die durch direkte Pestizidexposition ODER durch das Eindringen von Viren in das Rückenmark verursacht werden, lassen sich direkt auf eine vom Menschen verursachte Ursache zurückführen.

👉Sie trat in den 1890er Jahren durch die Einführung von Bleiarsenat in epidemischer Form auf und verschwand in den 1950er Jahren, als der Einsatz von DDT zurückging.

▶️ Quelle

Und schon damals gab es wirksame Behandlungsmöglichkeiten:

▶️ Spektakuläre Heilungserfolge bei Polio/ Kinderlähmung

@VerschuetteteHeilkunst

Threadreaderapp

Thread by @forrestmaready on Thread Reader App

@forrestmaready: 1. The polio story as you learned it is wrong. It’s one of the most often misunderstood sequence of events in the last two hundred years. I wanted to explain a few things about the...…

1,6900018
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Die Kinderlähmung - eine Vergiftung? - Teil 5️⃣

👉Laut modernen Wissenschaftlern, gelangt das Virus ins Blut und erreicht von dort aus das Rückenmark. Aber warum befällt die Infektion fast immer den unteren Teil des Rückenmarks, wenn die Blutversorgung das gesamte Rückenmark gleichmäßig erreicht?

👉Ich glaube, dass Säuglinge und Kinder am stärksten betroffen waren, weil das untere Ende des Rückenmarks von Säuglingen (der Teil, der die Beine steuert) direkt hinter den Därmen liegt.

👉Wenn man wächst, wächst das Rückenmark nicht mehr so stark wie die Wirbel, und bei Erwachsenen liegt das untere Ende des Rückenmarks schließlich viel höher als der Darm - weit außerhalb der Reichweite der meisten toxischen oder mikrobiellen Angriffe.

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1,360008
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Die Kinderlähmung - eine Vergiftung? - Teil 4️⃣

👉Nach dem 2. Weltkrieg wurde DDT überall eingesetzt und direkt auf das Essen der Kinder, ihre Kleidung, ihr Bettzeug usw. gesprüht. Es machte die Menschen sehr krank, und die Lähmungserscheinungen der Poliomyelitis nahmen explosionsartig zu. Es war furchtbar.

👉1952 wurde klar, dass viele Insekten gegen DDT resistent wurden, und die Giftigkeit des Mittels beunruhigte die Menschen zunehmend. Man begann, sicherere Pestizide zu verwenden, und als auch das Bleiarsenat von der Bildfläche verschwand, begann die Kinderlähmung zu verschwinden.

👉Sogar Steedman's Teething Powder, das quecksilberhaltige Produkt, das so lange an zahnende Säuglinge verabreicht wurde, erschien mit veränderter Formel auf dem Markt.

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1,250007
Die Kinderlähmung - eine Vergiftung? - Teil 3️⃣

👉Diese Epidemien betrafen vor allem Kinder, aber es gab noch eine weitere seltsame Gruppe von Opfern: Tiere. Pferde, Hunde, Hühner, Schweine. Sie alle starben an Poliomyelitis - Läsionen im Rückenmark, die zu Lähmungen und Tod führten.

👉Diese frühen Ausbrüche werden als die ersten Polioausbrüche in den USA bezeichnet, aber wir wissen, dass sie nicht auf das Poliovirus zurückzuführen sein können, wenn Tiere befallen wurden.

👉Der Hauptgrund, dass die Geschichte der Kinderlähmung auch heute noch so falsch verstanden wird: Die Koch'schen Postulate.

👉Die Koch'schen Postulate waren einige Forschungsrichtlinien, die im Grunde besagten, dass es für jede Krankheit eine einzige verursachende Mikrobe gibt. Das galt auch für alle anderen Krankheiten: Cholera, Typhus, Diphtherie.

👉In den folgenden Jahren entdeckten die Wissenschaftler, dass viele Dinge eine Poliomyelitis auslösen konnten - nicht nur Arsen. Es gab verschiedene Viren und Bakterien, die bei direkter Injektion in das Nervensystem Läsionen verursachen konnten, die zu Lähmungen führten.

👉Mit den Postulaten von Koch als Leitfaden für ihre Suche begannen sie, sich auf dieses eine Virus als DIE Ursache der Poliomyelitis zu konzentrieren, obwohl sie wussten, dass es viele andere Ursachen gab. Dieser Fehler sollte in den nächsten Jahrzehnten Millionen von Menschen Leid zufügen.

👉Die Frage ist, wenn Viren und Bakterien Poliomyelitis verursachen KÖNNEN, warum gab es in den 1900er Jahren plötzlich Polio-Epidemien, die es vorher nicht gegeben hatte?

👉Die ersten Ausbrüche traten immer in ländlichen Gebieten auf, in denen sich die sanitären Verhältnisse kaum verändert hatten. Und es ist kein Zufall, dass diese ländlichen Gebiete stark mit Pestiziden besprüht wurden.

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933006
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Die Kinderlähmung - eine Vergiftung? - Teil 2️⃣

👉In den 1800er Jahren enthielten die gängigsten medizinischen Behandlungen für jede Krankheit Quecksilber, um den Darm zu reinigen. Säuglinge bekamen quecksilberhaltiges Zahnungspulver.

👉Das war keine Randgruppenbehandlung, sondern etwas so Alltägliches wie Tylenol (ein Schmerzmittel), das man heute vielleicht in Betracht ziehen würde. Wenn schon Arsen Kinderlähmung auslösen konnte, dann vielleicht auch Quecksilber.

👉1892 wurde in der Nähe von Boston, Massachusetts, ein neues Pestizid namens Bleiarsenat erfunden, um die Ausbreitung eines fremden Eindringlings, der Zigeunermotte, zu bekämpfen. Es kombinierte Blei und Arsen, damit es nicht so einfach abgewaschen werden konnte.

👉Das Pestizid wurde aggressiv versprüht, und innerhalb von zwei Jahren traten im Nordosten der USA die ersten echten Epidemien von Poliomyelitis (Kinderlähmung) auf.

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Die Kinderlähmung - eine Vergiftung? - Teil 1️⃣

👉Der erste moderne Bericht über etwas, das der Kinderlähmung ähnelt, stammt aus dem Jahr 1789. Ein Arzt namens Michael Underwood beschrieb eine Krankheit bei Kindern, die er "Debilität der unteren Extremitäten" nannte. Er führte sie auf Zahnen und Darmverstopfung zurück.

👉Eine der nächsten Erwähnungen stammt aus Louisiana im Jahr 1841. Einige Kinder erkrankten an Lähmungen. Die angebliche Ursache: Zahnen. Aber warum sollte Zahnen mit Lähmungen in Verbindung gebracht werden?

👉In den 1800er Jahren gab es verschiedene Berichte über Kinder, die an Lähmungen litten, fast immer in den Beinen. Viele sprachen von einer "Kinderlähmung", andere von einer "infantilen Lähmung".

👉Dies war ein neues Phänomen: Die Ärzte hatten es noch nie gesehen und wussten nicht, warum es auftrat. Die Forschung begann zu zeigen, dass die Ursache der Lähmung auf Läsionen im grauen Teil des Rückenmarks zurückgeführt werden konnte.

👉Die Läsion im Rückenmark nannte man "Poliomyelitis". Polio = grau. Myelitis = Entzündung des Rückenmarks.

👉Eine Poliomyelitis war eine Läsion im Rückenmark. Man konnte mehr als eine davon haben. Aber man wusste nicht, warum die Kinder sie scheinbar aus dem Nichts heraus entwickelten.

👉Wissenschaftler vergifteten für ihre Forschungen Tiere absichtlich mit Arsen, einem Bestandteil beliebter medizinischer Heilmittel jener Zeit. Das Ergebnis? Lähmungen in den Hinterbeinen der Tiere.

👉Bei der Autopsie der Tiere entdeckten sie Läsionen im Rückenmark. Die Tiere hatten das, was man "Poliomyelitis" nannte.

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1,0200010
Tatsächlich wissen wir bisher sogar erstaunlich wenig darüber.

Beim Gorilla kommen dafür aber einige mögliche Quellen in Frage. So nehmen wildlebende Populationen neben ihrer überwiegend pflanzlichen Nahrung teilweise Erde, aber auch Insekten auf.

Langzeitbeobachtungen aus Gabun zeigten beispielsweise, dass sich Weberameisenreste in etwa einem Drittel der Kotproben befanden. Weitere Arbeiten zu Menschenaffen betonen ausdrücklich, dass Insekten B12 und andere Mikronährstoffe liefern können.

Gelegentlich wurde bei wilden Gorillas außerdem Koprophagie beobachtet, also die Aufnahme von Kot, wodurch theoretisch auch mikrobiell gebildete Stoffe erneut in den oberen Verdauungstrakt gelangen könnten. Gerade bei manchen Pflanzenfressern – etwa Kaninchen und verschiedenen Nagetieren – ist das ein normaler und wichtiger Bestandteil ihrer Verdauungsstrategie, weil dadurch mikrobielle Vitamine und Proteine, die erst im Blind- und Dickdarm entstanden sind, nochmals durch den Dünndarm gelangen und besser aufgenommen werden können.

Welche dieser Quellen im Leben von Gorillas tatsächlich welchen Anteil an der B12-Versorgung liefert, ist bislang jedoch nicht ausreichend geklärt. Insekten, Erde, Wasser, Kot, unbeabsichtigt mitgefressene Wirbellose und andere mikrobiell kontaminierte Nahrungsbestandteile könnten mögliche Erklärungsansätze sein. Es wäre aber zu weitgehend, aus der überwiegend pflanzlichen Ernährung solcher Tiere zu folgern, dass B12 für sie keine besondere Rolle spiele oder allein durch Pflanzenkost bereitgestellt werden kann.

Der wissenschaftlich vorsichtige Schluss lautet deshalb: Die Forschung hat bei Hinterdarmfermentierern bisher wesentlich weniger eindeutige Erkenntnisse erbracht als bei Wiederkäuern. Und auch wenn im Dickdarm B12 entsteht, bedeutet das nicht automatisch, dass ausreichend davon beim Wirtstier ankommt.

Außerdem verfügt der menschliche Körper über größere B12-Speicher, weshalb sich eine unzureichende Versorgung oft erst nach längerer Zeit bemerkbar macht. Ein zunächst unauffälliger Zustand ist deshalb nicht automatisch gleichbedeutend mit einer langfristig ausreichenden Versorgung.

Bei der Labordiagnostik lohnt sich zudem ein genauerer Blick. Serum-B12 allein bildet den Versorgungsstatus nicht immer zuverlässig ab. Bei unklaren Befunden können deshalb zusätzliche Marker wie Holotranscobalamin und Methylmalonsäure hilfreich sein.

Interessant ist in diesem Zusammenhang aber auch, dass Vitamin B12 nicht nur beim Menschen, sondern bei vielen Tieren in relevanten Mengen gespeichert wird. Solche Reserven können grundsätzlich dazu beitragen, zeitweise Schwankungen in der Versorgung abzufangen und legen damit zumindest nahe, dass die B12-Zufuhr unter natürlichen Bedingungen nicht unbedingt besonders regelmäßig gewesen sein muss.

All das zeigt eigentlich, wie komplex das Thema Vitamin B12 wirklich ist.

Und welche Rolle letztendlich Umweltfaktoren wie Böden, Wasser oder fermentierte Lebensmittel in der B12-Versorgung früher Menschen tatsächlich spielten, lässt sich nicht so sicher rekonstruieren, wie es manchmal dargestellt wird.

Ich hoffe, der Beitrag konnte ein wenig Neugier wecken – und vielleicht auch Lust darauf, bekannten Dingen einmal mit anderen Augen zu begegnen.

Manchmal lohnt sich ein zweiter Blick – und manchmal führen erst der dritte, vierte oder fünfte zu einer völlig neuen Perspektive.

⭐️ @VerschuetteteHeilkunst ⭐️
1,7000012
Bei Wiederkäuern funktioniert die Versorgung grundsätzlich anders: Ihre Pansenmikroorganismen können Vitamin B12 bilden, sofern ihnen genügend Kobalt zur Verfügung steht. Je nach Futtergrundlage und Mineralstoffversorgung wird deshalb in der Tierhaltung Kobalt ergänzt. Das ist jedoch nicht dasselbe wie eine direkte B12-Supplementierung des Tieres.

Dass Wiederkäuer für die Bildung von Vitamin B12 Kobalt benötigen, ist übrigens kein Phänomen moderner Tierhaltung. Auch wildlebende Wiederkäuer wie Hirsche, Antilopen, Wildschafe oder Wildziegen sind darauf angewiesen, genügend Kobalt über ihre Nahrung und Umwelt aufzunehmen. Dieses Spurenelement benötigen ihre Pansenmikroorganismen, um Vitamin B12 herzustellen.

Der wesentliche Unterschied liegt aber darin, dass frei lebende Tiere ihre Nahrungsquellen und Aufenthaltsorte teilweise wechseln können, während Nutztiere meist auf einen begrenzten Lebensraum und eine vom Menschen zusammengestellte beziehungsweise bewirtschaftete Futtergrundlage angewiesen sind. In der Tierhaltung werden Spurenelemente deshalb häufig gezielt kontrolliert und gegebenenfalls ergänzt.

Das bedeutet jedoch nicht, dass in freier Wildbahn automatisch unter allen Bedingungen eine optimale Mineralstoffversorgung gewährleistet wäre. Auch natürliche Böden und Pflanzen können sehr unterschiedlich viel Kobalt enthalten. Ist die Aufnahme dauerhaft zu gering, kann deshalb grundsätzlich auch bei einem ausschließlich grasenden Wiederkäuer die mikrobielle B12-Bildung unzureichend sein.

Ebenfalls spannend: Kobalt ist nicht nur für Wiederkäuer relevant.

Auch Pferde und Kaninchen können mithilfe ihrer Darmmikroorganismen aus Kobalt Vitamin B12 bilden. Bei Schweinen, Geflügel und auch beim Menschen funktioniert diese Versorgung dagegen nicht in vergleichbarer Weise – hier ist bereits gebildetes Vitamin B12 der entscheidende Nährstoff. Und biochemisch gilt: Jedes Vitamin-B12-Molekül enthält ein zentrales Kobaltatom – unabhängig davon, in welcher Umgebung die Mikroorganismen es gebildet haben. Daher auch der Name Cobalamin.

Bei Gorilla und Elefant ist die B12-Versorgung hingegen weniger einfach zu durchschauen, als es auf den ersten Blick erscheinen könnte.

Beide besitzen ein ausgeprägtes Darmmikrobiom und können im Hinterdarm große Mengen pflanzlicher Nahrung fermentieren. Dabei können ihre Darmmikroorganismen grundsätzlich auch verschiedene Cobalamine und andere Corrinoide bilden. Anders als bei Wiederkäuern findet diese mikrobielle Aktivität jedoch überwiegend im Blind- und Dickdarm statt.

Auch beim Menschen findet im Dickdarm eine mikrobielle Fermentation statt, allerdings ohne die ausgeprägte anatomische Spezialisierung klassischer Hinterdarmfermentierer. Unsere Darmmikroorganismen können dabei ebenfalls Cobalamine und andere Corrinoide bilden. Für die B12-Versorgung des Körpers spielt das jedoch offenbar nur eine geringe Rolle, weil Vitamin B12 hauptsächlich bereits zuvor im terminalen Ileum, dem letzten Abschnitt des Dünndarms, aufgenommen wird. Was erst danach im Dickdarm entsteht, befindet sich damit hinter dem wichtigsten regulären Aufnahmeort. Hinzu kommt, dass ein großer Teil der dort gebildeten Corrinoide nicht dem biologisch aktiven Vitamin B12 entspricht, das der menschliche Stoffwechsel nutzen kann.

Ein ähnliches Problem stellt sich auch bei Gorilla und Elefant: Obwohl ihre Hinterdarmfermentation wesentlich stärker ausgeprägt ist als beim Menschen, lässt sich daraus nicht automatisch ableiten, dass ihr gesamter B12-Bedarf durch die dort gebildeten Cobalamine gedeckt wird. Ob und in welchem Umfang diese dem Tier tatsächlich zur Verfügung stehen und welche weiteren Quellen zu ihrer Versorgung beitragen, ist bislang nur unvollständig geklärt.

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1,580007
Ein häufiger Einwand lautet, dass Vitamin-B12-Mangel keineswegs nur bei vegan lebenden Menschen vorkommt. Das stimmt. Auch Mischköstler können einen B12-Mangel entwickeln – allerdings häufig aus anderen Gründen.

Bei Menschen, die tierische Lebensmittel essen, liegt das Problem oft nicht primär in einer fehlenden B12-Zufuhr, sondern in einer gestörten Aufnahme oder Verwertung. Atrophische Gastritis, perniziöse Anämie, Erkrankungen oder Operationen des Magen-Darm-Trakts, höheres Lebensalter sowie bestimmte Medikamente wie Metformin oder Protonenpumpenhemmer können die B12-Aufnahme beeinträchtigen. Bei der perniziösen Anämie fehlt beziehungsweise funktioniert der sogenannte Intrinsic Factor nicht ausreichend – ein im Magen gebildetes Protein, das für die reguläre Aufnahme von Vitamin B12 im Dünndarm benötigt wird.

Bei vegan lebenden Menschen können dieselben Probleme natürlich ebenfalls auftreten. Ohne Supplemente, angereicherte Lebensmittel oder andere verlässliche B12-Quellen kommt jedoch ein zusätzlicher Risikofaktor hinzu: die geringe beziehungsweise fehlende regelmäßige Zufuhr biologisch verfügbaren Vitamin B12.

Die Daten passen zu dieser Unterscheidung. Eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2024 zeigte bei vegan lebenden Erwachsenen im Durchschnitt ungünstigere B12-Marker als bei Omnivoren. Besonders aufschlussreich war, dass supplementierende Veganer bei allen untersuchten Biomarkern deutlich bessere Werte hatten als nicht supplementierende Veganer. Auch einzelne größere Untersuchungen wie EPIC-Oxford fanden deutlich niedrigere durchschnittliche Serum-B12-Werte bei Veganern. Umgekehrt zeigen Studien an gut supplementierten vegan lebenden Gruppen, dass auch bei rein pflanzlicher Ernährung ein normaler B12-Status erreicht werden kann.

Trotzdem sollte man solche Vergleiche nicht überinterpretieren. Viele Studien sind Beobachtungsstudien, und weder Serum-B12 noch andere Marker sind für sich allein vollkommen eindeutig. Dabei sollte außerdem zwischen ungünstigen beziehungsweise grenzwertigen B12-Biomarkern und einem klinisch manifesten B12-Mangel unterschieden werden – beides ist nicht automatisch dasselbe. Auch Meta-Analysen übernehmen die Schwächen ihrer Ausgangsstudien, etwa unterschiedliche Populationen, Grenzwerte, Ernährungsdauer und Supplementierungsgewohnheiten.

Deshalb ist weniger eine einzelne Prozentzahl entscheidend als das Gesamtbild verschiedener Untersuchungsmethoden. Dieses spricht dafür, dass B12-Mangel sowohl bei Veganern als auch bei Mischköstlern vorkommen kann, die Ursachen aber häufig unterschiedlich gelagert sind. Entscheidend ist, ob ausreichend Vitamin B12 zugeführt wird und ob der Körper dieses B12 tatsächlich aufnehmen und verwerten kann.

In Diskussionen über Vitamin B12 und vegane Ernährung begegnet einem auch häufig das Argument, dass Nutztiere B12 supplementiert bekämen und Fleischesser ihr Vitamin B12 deshalb letztlich ebenfalls nur „über den Umweg des Tieres“ beziehungsweise in Form „indirekter Supplementierung“ aufnähmen.

Daran ist ein Teil richtig: In der Nutztierhaltung werden Vitamine und Spurenelemente gezielt ergänzt, und bei manchen Tierarten und Haltungsformen kann auch Vitamin B12 direkt supplementiert werden. Die pauschale Schlussfolgerung, tierische Lebensmittel enthielten B12 grundsätzlich nur deshalb, weil Nutztiere zuvor fertiges Vitamin B12 erhalten hätten, greift jedoch zu kurz.

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975004
Tempeh ist dafür ein gutes Beispiel: In manchen Untersuchungen wurden relevante B12-Mengen gefunden, wobei offenbar begleitende Bakterien und nicht der typische Rhizopus-Schimmel selbst die entscheidende Quelle waren.

Auch bei Sauerkraut, Natto und teilweise Kimchi wurden B12 beziehungsweise andere Corrinoide beschrieben. Solche Nachweise zeigen, dass Fermentation grundsätzlich eine nichttierische B12-Quelle sein kann.

Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass eine rein pflanzliche Ernährung unter naturnahen Bedingungen genügend B12 liefert.

In pflanzlichen Lebensmitteln kann Vitamin B12 auf unterschiedlichen Wegen vorkommen. Es wird dabei nicht von der Pflanze selbst gebildet, sondern stammt letztlich von Mikroorganismen – etwa von Bakterien auf Pflanzenoberflächen oder im Boden, durch mikrobielle Fermentation oder, bei manchen Arten, durch die Aufnahme und Anreicherung von B12 aus ihrer Umgebung.

Allerdings schwanken sowohl die enthaltenen Mengen als auch die vorkommenden Corrinoidformen erheblich. Der bloße Nachweis von B12 in einem pflanzlichen Lebensmittel bedeutet deshalb noch nicht automatisch, dass es sich um eine zuverlässige B12-Quelle für Menschen handelt. Dafür ist zusätzlich entscheidend, wie viel enthalten ist, in welcher chemischen Form das B12 vorliegt und ob diese Form tatsächlich biologisch verfügbar ist.

Für die häufig wiederholte Behauptung, unsere Vorfahren hätten ihren B12-Bedarf zuverlässig über ungewaschene Pflanzen, Erde oder natürliches Wasser gedeckt, fehlt bislang eine entsprechend belastbare Datenbasis.

Umgekehrt sollte man auch die übliche Aussage, B12 komme ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor, nicht zu wörtlich nehmen. Tierische Lebensmittel sind für Menschen zwar besonders zuverlässige natürliche Quellen, doch auch bestimmte nichttierische Quellen können aktives B12 enthalten.

Entscheidend ist daher weniger die Frage, ob B12 theoretisch irgendwo außerhalb tierischer Lebensmittel vorkommen kann, sondern ob eine Quelle den Menschen zuverlässig und in ausreichender Menge mit biologisch verfügbarem B12 versorgt.

Dazu sagt die bisherige Datenlage, dass Menschen, die sich vegan ernähren und keine verlässliche B12-Quelle nutzen, im Durchschnitt häufiger ungünstige B12-Marker aufweisen; Supplementierung oder gezielt B12-angereicherte Lebensmittel verbessern diese Werte zuverlässig. Das spricht nicht dagegen, dass Menschen in anderen Umwelten zusätzlich B12 aus mikrobiell kontaminierten Lebensmitteln oder Wasser aufnehmen könnten. Es zeigt aber, dass wir keine sichere natürliche B12-Versorgung mit einer rein pflanzlichen Ernährung ableiten können.

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1,010007
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Auch beim Vitamin B12 lohnt sich ein genauerer Blick, denn hier werden häufig auf beiden Seiten sehr verkürzte Aussagen gemacht.

Richtig ist zunächst: Vitamin B12 wird weder von Pflanzen noch von Tieren selbst hergestellt, sondern von bestimmten Mikroorganismen. In diesem Sinne ist B12 also kein „tierisches“ Vitamin. Auch bestimmte nichttierische Lebensmittel können biologisch aktives B12 enthalten. Für einzelne Algen wie Nori und bestimmte Chlorella-Produkte gibt es inzwischen sogar Hinweise aus Humanstudien, dass das enthaltene B12 bioverfügbar sein kann.

Interessant sind auch fermentierte pflanzliche Lebensmittel: Während der Fermentation können beteiligte Mikroorganismen Vitamin B12 oder andere Corrinoide bilden.

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1,070005
Bei der Frage, ob es früher streng vegan lebende Gesellschaften gegeben hat, kommt noch ein grundsätzliches methodisches Problem hinzu: Eine überwiegend pflanzliche Ernährung lässt sich wesentlich leichter nachweisen als eine tatsächlich vollständig pflanzliche Ernährung unter Ausschluss sämtlicher tierischer Nahrungsquellen.

Archäologische und isotopenbasierte Untersuchungen können Hinweise darauf liefern, welche Nahrungsgruppen einen größeren oder kleineren Anteil hatten. Sie können aber nur sehr schwer ausschließen, dass gelegentlich Fisch, Muscheln, Eier, Insekten, Honig oder andere tierische Nahrungsmittel verzehrt wurden. Auch wenn an einer Fundstelle keine tierischen Nahrungsreste nachgewiesen werden, bedeutet das nicht automatisch, dass überhaupt keine tierische Nahrung gegessen wurde. Erhaltungsbedingungen, Stichprobengröße und die jeweiligen Untersuchungsmethoden setzen hier klare Grenzen.

Eine streng pflanzliche Ernährung über längere Zeiträume und ganze Populationen hinweg archäologisch nachzuweisen, wäre deshalb ausgesprochen schwierig. Man müsste praktisch zeigen, dass sämtliche relevanten tierischen Nahrungsquellen dauerhaft fehlten – ein solcher Negativnachweis ist mit den verfügbaren Methoden kaum sicher zu führen.

Wissenschaftlich lässt sich deshalb nicht ausschließen, dass einzelne Populationen über längere Zeiträume streng pflanzlich lebten. In den größeren ethnographischen Vergleichsdaten ist eine solche Ernährungsweise jedoch nicht als klar belegtes, dauerhaftes und verbreitetes Muster dokumentiert.

Was sich aus den vorhandenen Daten vor allem ableiten lässt, ist keine ursprünglich einheitliche Ernährungsform, sondern eine außergewöhnlich große Anpassungsfähigkeit an sehr unterschiedliche Nahrungsangebote.

⭐️ @VerschuetteteHeilkunst ⭐️
1,3700013
Gerade solche Gesellschaften, die über lange Zeiträume nur begrenzt vom modernen industrialisierten beziehungsweise westlich geprägten Lebensstil beeinflusst waren oder erst vergleichsweise spät intensiver mit ihm in Kontakt kamen, zeigen ein ausgesprochen vielfältiges Bild – und sprechen damit gegen die Vorstellung einer ursprünglich grundsätzlich rein oder nahezu rein pflanzlichen menschlichen Ernährung.

Natürlich sind heutige indigene Jäger-und-Sammler-Gesellschaften keine unveränderten Abbilder prähistorischer Menschen. Sie zeigen jedoch, welche Bandbreite menschlicher Ernährungsstrategien sich unter sehr unterschiedlichen, nichtindustrialisierten Lebensbedingungen entwickelt hat.

So bestand die traditionelle Ernährung australischer Aborigines-Gruppen aus einer breiten Kombination tierischer und pflanzlicher Nahrung. Dokumentiert sind unter anderem Wildfleisch einschließlich Innereien und Knochenmark sowie Wurzeln, Knollen, Samen, Früchte und Nüsse.

Bei den Hadza in Tansania, einer der bekanntesten noch heute untersuchten Jäger-und-Sammler-Gesellschaften, gehören Fleisch und Honig ebenso zum traditionellen Nahrungsspektrum wie Knollen, Beeren und Baobab-Früchte. Welche dieser Nahrungsmittel tatsächlich gegessen werden, verändert sich deutlich mit Jahreszeit und Verfügbarkeit.

Auch im Amazonasgebiet finden sich sehr anschauliche Beispiele. Die Paiter Suruí in Brasilien integrierten traditionell neben pflanzlichen Lebensmitteln zahlreiche wirbellose Tiere in ihre Ernährung. In einer ethnobiologischen Untersuchung wurden 61 traditionell verwendete Wirbellose dokumentiert, darunter Käferlarven, Raupen, Ameisen, Bienenlarven sowie verschiedene Krebstiere. Einige dieser Traditionen sind durch den zunehmenden Kontakt mit der modernen Gesellschaft inzwischen sogar zurückgegangen.

Und größere anthropologische Auswertungen zeichnen insgesamt kein Bild einer ursprünglich überwiegend oder grundsätzlich rein pflanzlichen menschlichen Ernährung, sondern vielmehr eines sehr breiten Spektrums unterschiedlicher Ernährungsweisen.

Eine neuere Übersichtsarbeit von Pontzer und Wood kommt zu dem Ergebnis, dass menschliche Ernährung sowohl in der Vergangenheit als auch bei traditionell lebenden Gesellschaften außerordentlich variabel war. Bei warmklimatischen Jäger-und-Sammler-Gruppen lag das Verhältnis pflanzlicher zu tierischer Nahrung im Mittel ungefähr bei 50:50, während in kälteren Regionen und bei stärker auf Fischfang oder Tierhaltung ausgerichteten Gesellschaften tierische Nahrung einen größeren Anteil einnahm. Andere Populationen wiederum lebten deutlich pflanzenreicher. Die Autoren betonen deshalb ausdrücklich, dass es keinen einheitlichen paläolithischen Ernährungstyp gab.

Interessant ist auch eine methodisch strengere Untersuchung aus dem Jahr 2023, in der 15 besonders hochwertige quantitative Ernährungsstudien zu 11 tropischen Jäger-und-Sammler-Gruppen ausgewertet wurden. Auch hier zeigte sich eine erhebliche Bandbreite.

Auffällig war zudem, dass Untersuchungen, die die tatsächlich verzehrte Nahrung über längere Zeiträume und sowohl innerhalb als auch außerhalb der Camps erfassten, häufig einen höheren Anteil tierischer Nahrung fanden als weniger umfassende Erhebungen. Gerade das zeigt, wie vorsichtig ältere ethnographische Prozentangaben interpretiert werden müssen.

In den größeren ethnographischen Vergleichsarbeiten zu traditionellen Jäger-und-Sammler-Gesellschaften findet sich jedenfalls kein klar dokumentiertes Muster dauerhaft streng vegan lebender Populationen. Stark pflanzenbetonte Ernährungsweisen kommen durchaus vor, doch die untersuchten Gesellschaften nutzen in unterschiedlichem Umfang auch tierische Nahrungsquellen.

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Besonders deutlich wird das am Beispiel der Neandertaler aus El Sidrón in Spanien. Die entsprechende Studie konnte verschiedene pflanzliche Nahrungsbestandteile nachweisen, während in den untersuchten Proben keine tierische DNA gefunden wurde. Das ist ein interessanter Befund – aber kein Beweis dafür, dass diese Menschen überhaupt kein Fleisch verzehrten.

Zahnstein bildet die Ernährung weder vollständig noch mengenmäßig repräsentativ ab. Welche Nahrungsbestandteile darin über Zehntausende Jahre erhalten bleiben und anschließend molekular nachweisbar sind, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Ein fehlender Nachweis ist deshalb nicht mit dem Nachweis eines vollständigen Fehlens gleichzusetzen.

Andere Untersuchungsmethoden ergaben jedoch ein differenzierteres Bild. Eine Analyse der Zahnabnutzung von acht Neandertalern aus El Sidrón deutete auf eine gemischte Ernährung mit sowohl tierischen als auch pflanzlichen Bestandteilen hin. Auch von zahlreichen anderen Neandertalerfundstellen ist die Nutzung tierischer Ressourcen gut belegt. Umgekehrt ist ebenso gut belegt, dass Neandertaler verschiedenste Pflanzen verzehrten und teilweise zubereiteten.

Dabei messen die verschiedenen Verfahren zudem nicht dasselbe: Isotopenanalysen, Zahnstein, Tierknochen, Pflanzenreste und Zahnabnutzung beleuchten jeweils nur bestimmte Ausschnitte der Ernährung.

Die belastbare Schlussfolgerung lautet daher weder, Neandertaler seien grundsätzlich starke Fleischesser, noch, ihre Ernährung sei grundsätzlich überwiegend pflanzlich gewesen. Die Daten sprechen vielmehr für erhebliche regionale und zeitliche Unterschiede.

Das spricht weniger für die Vorstellung einer ursprünglich nahezu rein pflanzlichen Ernährung als für eine bemerkenswerte ernährungsphysiologische und kulturelle Flexibilität.

Aber springen wir von den Neandertalern nun zu Homo sapiens und schauen darauf, welche Ernährungsweisen sich bei traditionell lebenden indigenen Gesellschaften entwickelt haben.

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Zucker und Süßwaren waren in vielen europäischen Ländern rationiert, zeitweise kaum erhältlich oder für große Teile der Bevölkerung unerschwinglich. Gleichzeitig ging die Karies bei Kindern auffallend zurück.

Besonders gut ist dies für Norwegen dokumentiert: Zwischen 1940 und 1948 wurden dort jedes Jahr 8.000 bis 9.000 Schulkinder zahnärztlich untersucht; die länger laufende Untersuchungsreihe umfasste insgesamt rund 60.000 Kinder im Alter von sieben bis dreizehn Jahren. Von 1940 bis 1946 nahm die Zahl kariesfreier Siebenjähriger um das Drei- bis Vierfache zu. Die durchschnittliche Zahl der von Karies betroffenen Zahnflächen sank in dieser Altersgruppe um 83 Prozent.

👉Je nach untersuchter Gruppe lag der Rückgang gegenüber der Vorkriegszeit bei 50 bis 75 Prozent; bei jüngeren Kindern fiel er teilweise sogar noch stärker aus.

Nach dem Krieg verlief die Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung. Als Zucker, Süßwaren und raffinierte Kohlenhydrate wieder leichter erhältlich waren, stieg die Kariesrate ab 1946 erneut an und näherte sich in den folgenden Jahren dem Vorkriegsniveau. Ähnliche Beobachtungen wurden aus Dänemark, Finnland, England und den Niederlanden gemeldet. In Schweden, das vom Krieg und den Versorgungsbeschränkungen weniger stark betroffen war, waren die Veränderungen dagegen wesentlich geringer.

Die damaligen Forschenden führten den Rückgang nicht ausschließlich auf Zucker zurück. Während der Rationierung veränderte sich die gesamte Ernährung: Raffinierte Kohlenhydrate wurden knapper, zugleich wurden teilweise mehr Kartoffeln, Gemüse und andere wenig verarbeitete Lebensmittel gegessen. Dennoch folgte die Karieskurve der Verfügbarkeit von Zucker so deutlich, dass diese historischen Beobachtungen gar nicht genug hervorgehoben werden können.

Selbstverständlich sind Nahrungsmittelknappheit und Kriegsrationierung keine wünschenswerten Mittel der Gesundheitsvorsorge. Doch die historischen Daten machen sichtbar, was in Zeiten des Überflusses leicht übersehen wird: Verschwindet Zucker weitgehend aus der alltäglichen Lebensmittelumgebung, kann sich die Zahngesundheit einer ganzen Generation innerhalb weniger Jahre deutlich verbessern. Kehrt er in großen Mengen zurück, kehrt auch die Karies zurück.

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Als der Zucker knapp wurde: Von einem unbeabsichtigten Großexperiment

Wie stark die Verfügbarkeit von Zucker die Zahngesundheit beeinflussen kann, zeigte sich während des Zweiten Weltkriegs beinahe wie in einem unbeabsichtigten Großexperiment. 

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Die große Zuckerlüge
ARTE Dokumentation, 2015

Jahrzehntelang gelang es der Zuckerindustrie, Verbraucher zu täuschen und ihre Produkte schönzureden. Die gesundheitsschädliche Wirkung von übermäßigem Zuckerkonsum wurde bewusst verschwiegen oder sogar geleugnet. Übergewicht, Diabetes, Herzerkrankungen waren für viele Konsumenten die bittere Folge.

Wie konnte die Zuckerlobby derart mächtig werden, dass sie ähnliche Strategien wie einst die Tabakindustrie einsetzte und damit erfolgreich ihren Einfluss auf die Verbraucher stärkte?

Ist Zucker Gift? Wie hat es die Lebensmittelindustrie geschafft, dass wir uns diese Frage nicht mehr – oder viel zu selten – stellen?

👉🏻 https://netzfrauen.org/2015/10/13/die-grosse-zuckerluege-die-enorme-macht-der-zuckerlobby/


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Welche Lebensmittel wählen kleine Kinder, wenn niemand ihnen vorschreibt, was sie essen sollen? - Teil 3️⃣

Gerade darin liegt ein bemerkenswerter Kontrast zur Gegenwart. Getreide begegnet Kindern heute häufig in stark verarbeiteter Form: zum Frühstück als gezuckerte Cerealien oder Toast mit Marmelade, Honig oder Schokocreme, in der Brotdose als Cracker, Kekse oder Müsliriegel, mittags als Nudeln mit Ketchup oder Pizza und zwischendurch als Gebäck.

Viele getreidehaltige Produkte, die Kinder heute bevorzugen, sind geschmacklich so gestaltet, dass sie mit einem schlichten Haferbrei oder gekochtem Vollkorngetreide kaum noch vergleichbar sind. Hinzu kommt, dass ausgerechnet die an Kinder gerichteten Varianten häufig noch mehr Zucker enthalten als vergleichbare Produkte für Erwachsene. Bunte Figuren, spielerische Formen und Gesundheitsversprechen erzeugen dabei den Eindruck eines besonders geeigneten Kinderlebensmittels – obwohl die Nährwerte oft eine andere Sprache sprechen.

Dass der Handel eine nahezu unüberschaubare Vielfalt solcher Produkte hervorbringt, ist wirtschaftlich gut erklärbar. Gerade aus preiswertem Getreide lassen sich durch Mahlen, Extrudieren, Süßen, Aromatisieren, Formen und eine attraktive Verpackung zahlreiche klar unterscheidbare Markenprodukte herstellen: Frühstücksflakes, Schokokissen, Müsliriegel, Kekse, Cracker, Kinderbreie und Snacks. Der Rohstoff bleibt vergleichsweise lächerlich günstig, während durch Verarbeitung, Marke und Vermarktung eine erhebliche Wertsteigerung erzielt wird. Untersuchungen der amerikanischen Frühstückscerealienindustrie bezeichneten diese historisch gesehen sogar als einen der profitabelsten Bereiche der Lebensmittelverarbeitung. Die enorme Auswahl im Supermarkt ist deshalb weniger Ausdruck von Individualität und echter Vielfalt – sie ist vor allem auch das Ergebnis eines lukrativen Geschäftsmodells.

Damit stellt sich eine unbequeme Frage: Wie gut können Kinder Hunger, Sättigung und körperliche Bedürfnisse noch regulieren, wenn sie nicht mehr nur zwischen schlichten Lebensmitteln wählen sollen, sondern ständig von süßen, aromatisierten und gezielt besonders schmackhaft gestalteten Produkten umgeben sind? Nicht umsonst ist im europäischen Raum mittlerweile jedes vierte Kind zwischen sieben und neun Jahren von Übergewicht, einschließlich Adipositas, betroffen. Parallel dazu beobachten Ärzte auch immer früher Erkrankungen, die lange als typische Leiden des Erwachsenenalters galten: Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und eine metabolische Fettleber. Das wirft unweigerlich die Frage auf, welchen Anteil unsere heutige Ernährungsweise an dieser Entwicklung hat.

Clara Davis ließ die Kinder nicht aus der heutigen Supermarktvielfalt wählen. Sie ließ sie ihre Mahlzeiten aus einer sorgfältig begrenzten Auswahl einfacher Lebensmittel zusammenstellen. Davis schrieb selbst, dass die ersten Entscheidungen der Säuglinge noch eher zufällig wirkten. Vorlieben entstanden erst durch wiederholtes Probieren, ihren persönlichen Geschmack und vermutlich auch durch das körperliche Befinden nach dem Essen.

Vielleicht liegt genau darin die aktuellste Erkenntnis ihres fast hundert Jahre alten Experiments: Gesunde, instinktive Selbstregulation braucht mehr als ein paar gesunde Lebensmittel in einem Wust aus Müll. Denn Kinder wissen nicht automatisch, was sie brauchen.

Das Davis-Experiment wirft in meinen Augen noch eine andere Frage auf: Warum führen wir kleine Kinder überhaupt so früh an Süßigkeiten und hochverarbeitete Produkte heran – und feiern den ersten Schokokeks oder das erste Eis beinahe wie einen wunderbaren Entwicklungsschritt?

Gerade in den ersten Lebensjahren verlangen Kinder kaum nach Lebensmitteln, die sie noch gar nicht kennen. Nie wieder ist es so einfach, ihre Geschmacksprägung zu schützen und ihnen die vielfältige Welt einfacher, natürlicher und möglichst unverarbeiteter Lebensmittel zu eröffnen.

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Welche Lebensmittel wählen kleine Kinder, wenn niemand ihnen vorschreibt, was sie essen sollen? - Teil 2️⃣

An der Langzeitstudie nahmen 15 Säuglinge teil, die zu Beginn zwischen sechs und elf Monate alt waren. Bei jeder Mahlzeit erhielten sie eine Auswahl aus einfachen Lebensmitteln. Die Pflegekräfte durften nichts empfehlen und kein Kind zum Essen überreden. Auch Tischmanieren spielten keine Rolle: Die Kinder durften mit den Fingern essen, und wenn etwas auf dem Lätzchen, dem Tisch oder dem Boden landete, wurden sie weder getadelt noch korrigiert. Erst wenn ein Kind auf eine Schale zeigte oder danach griff, durfte die Pflegekraft ihm einen Löffel davon geben. Öffnete das Kind den Mund, wurde es gefüttert.

Die gesamte Auswahl umfasste 34 Positionen - einschließlich der Getränke: Milch, Eier, Fisch und verschiedene Fleischsorten, aber auch Leber, Nieren, Hirn und Knochenmark. Hinzu kamen Obst, mehrere Getreidearten sowie zahlreiche Gemüsesorten, darunter Rote Bete, Karotten, Tomaten, Salat, Kartoffeln und verschiedene Kohlarten. Einige Lebensmittel wurden sowohl roh als auch gekocht angeboten (sogar Rindfleisch, Knochenmark und Eier), andere ausschließlich in einer der beiden Zubereitungsformen. Trinken konnten die Kinder Wasser, frische ungesäuerte Rohmilch, kultivierte Sauermilch und ungesüßten Orangensaft. Selbst Salz wurde separat bereitgestellt und konnte frei gewählt werden. Fertiggerichte, Süßigkeiten, gesüßte Getränke, Gewürze und ähnliches gab es nicht.

Die Mahlzeiten der Kinder wirkten mitunter abenteuerlich. Davis berichtet beispielsweise von einem Frühstück aus einem halben Liter Orangensaft (aus frischen Orangen) und Leber. Andere Kinder aßen zeitweise mehrere Eier oder Bananen hintereinander. Ihre Vorlieben änderten sich immer wieder, und kein Kind stellte sich denselben Speiseplan zusammen wie ein anderes.

Über längere Zeit betrachtet entwickelten sich die Kinder dennoch gut. Die anfangs unterernährten Kinder nahmen zu, und selbst diejenigen, die mit Rachitis in die Untersuchung gekommen waren, zeigten später gut mineralisierte Knochen. Kein Kind ernährte sich dauerhaft extrem einseitig.

Besonders interessant: Ihre Ernährung wurde weder von Gemüse noch von Getreide dominiert. Davis stellte ausdrücklich fest, dass keines der Kinder die damals übliche, vorwiegend aus Milch und Getreide bestehende Kleinkinderkost wählte. Viele Kinder bevorzugten zeitweise Obst, Milch, Eier, Fleisch und Innereien. Gemüse und Getreide wurden ebenfalls gegessen, bildeten aber nicht automatisch die Grundlage jeder Mahlzeit.

Dabei ist ein entscheidendes Detail zu beachten: Das angebotene Getreide hatte wenig mit vielen heutigen Kinderprodukten gemeinsam. Es handelte sich überwiegend um einfache Vollkorngetreide wie Hafer, Weizen, Mais und Gerste, die separat, häufig gekocht und ohne Zucker, Gewürze oder weitere Zutaten angeboten wurden. Die einzige etwas weiter verarbeitete Ausnahme war ein sehr schlichtes Knäckebrot, bestehend aus nur zwei Zutaten: vermahlenen ganzen Roggenkörnern und Wasser.

Es gab kein gezuckertes Frühstücksmüsli, keine Frühstücksflakes, keine Kekse, keine süßen Riegel und kein aus zahlreichen Zutaten hergestelltes Gebäck. Auch Brot und andere zusammengesetzte Speisen waren bewusst ausgeschlossen, damit jedes Lebensmittel für sich gewählt wurde.

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Welche Lebensmittel wählen kleine Kinder, wenn niemand ihnen vorschreibt, was sie essen sollen? - Teil 1️⃣

In den 1920er-Jahren begann die amerikanische Kinderärztin Clara M. Davis eines der ungewöhnlichsten Ernährungsexperimente der Medizingeschichte.

Wie revolutionär Davis’ Versuch war, versteht man erst vor dem Hintergrund der damaligen Kinderheilkunde. Ein einflussreicher Ratgeber des amerikanischen Kinderarztes L. Emmett Holt behandelte die Säuglingsernährung beinahe wie einen Medikamentenplan: Für jedes Alter waren feste Uhrzeiten, Abstände und Mengen vorgesehen. Ein zwölf Monate altes Kind sollte beispielsweise um 6.30 Uhr eine genau bemessene Mischung aus Milch und Getreideschleim erhalten, um 9 Uhr ein bis zwei Unzen Orangensaft, um 10 Uhr wieder Milch mit Schleim, um 14 Uhr etwas Fleischsaft, Ei oder Brühe und anschließend erneut Milch und Getreide. Selbst die Stilldauer wurde begrenzt – höchstens zwanzig Minuten –, und Regelmäßigkeit galt als oberstes Gebot. Zahlreiche gewöhnliche Lebensmittel hielt man bei kleinen Kindern für unverdaulich: Gemüse sollte erst nach dem dritten Lebensjahr in winzigen Mengen eingeführt werden, Blumenkohl und Rüben teilweise erst mit sechs oder sieben Jahren. Leber und Nieren sollten nach Holts Empfehlung sogar bis nach dem zehnten Geburtstag gemieden werden.

Auch in Europa wurde die Säuglingsernährung zunehmend „verwissenschaftlicht“. Kinderärzte entwickelten feste Fütterungszeiten, altersabhängige Mengen und genau berechnete Nahrungsmischungen. Mehlbrei, Brotsuppe und Getreideschleim gehörten vielerorts schon in den ersten Lebensmonaten zur üblichen Säuglingskost; in einzelnen Regionen wurden sie sogar als Ersatz für Muttermilch verwendet. Gemüse, Obst, Eier, Fleisch und besonders Innereien galten dagegen häufig als schwer verdaulich und wurden entsprechend vorsichtig und schrittweise eingeführt. Zugleich gehörten Appetitlosigkeit, Essensverweigerung und der Kampf um „noch einen Löffel“ zu den häufigsten Problemen der damaligen Kinderernährung.

Vor diesem Hintergrund war Davis’ Experiment geradezu ein Affront: Sie setzte sechs bis elf Monate alten Säuglingen genau solche Lebensmittel vor – Leber, Nieren, Gemüse, Eier, Fisch und Fleisch – und ließ nicht den ärztlichen Zeit- und Mengenplan, sondern Appetit, Hunger und Sättigung der Kinder entscheiden.

Sie formulierte mehrere konkrete Forschungsfragen: Können Säuglinge aus einer größeren Auswahl selbstbestimmt genügend Nahrung für ihre Entwicklung aufnehmen? Entwickeln sie deutliche Vorlieben? Würden sie sich eher vegetarisch, fleischbetont oder gemischt ernähren? Können sie gewöhnliche Lebensmittel verdauen, ohne unter Durchfall, Erbrechen oder Verdauungsbeschwerden zu leiden? Und würden Wachstum, Zahnentwicklung, Gewichtszunahme und allgemeines Wohlbefinden mit denen konventionell gefütterter Kinder mithalten können?

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Wie Kinder von der Geburt an für die Industrie angefüttert werden

Der Grund, weshalb wir keine natürlichen Instinkte zur Nahrungsaufnahme mehr besitzen.
Wir werden praktisch von Geburt an, an Geschmacksverstärker gewöhnt und die Industrie streichelt uns die Köpfchen und vermittelt uns das falsche Gefühl, den richtigen Weg zu gehen.

Somit versagt nach und nach mehr unsere natürliche, angeborene Appetitsteuerung. Ein Grund mehr wieder mehr auf natürliche, gesunde Lebensmittel zurück zu greifen.

Wir appellieren an die Mütter und Väter da draussen. Nehmt euch mal die Zeit für dieses Video, geht in euch und hinterfragt euer Konsumverhalten. Es liegt an uns allein, was wir unseren Kindern geben.

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pinned «Immer wieder liest und hört man von der systematischen Unterdrückung und Verunglimpfung von Naturheilverfahren. Und dann lese ich in denselben alternativen Medien wieder und wieder, ohne auch nur einen Hauch von Skepsis: Vitamin C wäre wirkungslos. Intensivmedizinische…»
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An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an alle, die hier mitlesen, mitdenken und Gedanken weitertragen. An alle, die nicht vorschnell urteilen, sondern Fragen stellen, genauer hinsehen und sich ihre Neugier und Offenheit bewahren.

Euer aufmerksames Hinterfragen – und die Art, wie ihr in der Welt seid – macht einen Unterschied. Vielleicht nicht immer laut oder unmittelbar sichtbar, aber dennoch spürbar.

Danke, dass ihr da seid.♡
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In wenigen Tagen ist es soweit – hast du Lust, Geburt mit neuen Augen zu sehen?

Viele wissen bereits, wie wichtig Balance und Bewegung unter der Geburt sein können.
Aber was, wenn alles, was wir vorschlagen oder ausprobieren, trotzdem kaum etwas verändert?
Wenn das Baby nicht tiefer tritt, obwohl „alles richtig“ aussieht?
Wenn die Geburt festgefahren zu sein scheint?

Das ist der Punkt, an dem es wirklich spannend wird.
Denn jede Geburt hat ihre eigene Handschrift und Geschichte.
Sie zeigt sich in der Atmung, in der Reaktion des Nervensystems, in der Beweglichkeit des Beckenbodens oder in festgehaltenen Spannungsmustern.
Die Kunst liegt darin, diese Hinweise lesen zu lernen.

Nicht das Gefühl zu haben, zu raten.
Nicht einfach eine Liste abzuarbeiten.
Nicht zu denken: „Das hat bei den letzten Geburten doch auch geholfen.“
Sondern zu verstehen:
Warum kann eine Position in einem Moment hilfreich sein — und in einem anderen kaum etwas verändern?
Was braucht diese Frau und dieses Baby gerade? In genau diesem Moment?

Wenn du Geburt als dynamischen Prozess besser verstehen und mit mehr Klarheit, Verständnis und Vertrauen begleiten möchtest — melde dich zur kostenlosen dreiteiligen Better Birth Pro Fortbildung an.

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Better Birth Pro
21.–23. Juli
jeweils 19–20 Uhr deutscher Zeit

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P.S. Für alle, die sich bereits mit der BRM Fachausbildung beschäftigen: Die Anmeldung für das Pro Training ist bis zum 25. September möglich. Bis zum 31. Juli kannst du dich noch zum Frühbucherpreis anmelden. Mit dem Thank You Code „tyc20261595“ sparst du zusätzlich 100 Dollar.
https://bodyreadymethod.com/professionals/training/?utm_source=chatgpt.com
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Die moderne Geburtsmedizin ist stolz auf ihre Erfolgsgeschichte: Erst Krankenhaus, Technik und ärztliche Kontrolle hätten die Geburt in ein beherrschbares Ereignis verwandelt.

Die britische Statistikerin und Gesundheitswissenschaftlerin Marjorie Tew stellte dieser medizinischen Erfolgserzählung nicht einfach eine Gegenbehauptung gegenüber. Sie ging den historischen Geburtsstatistiken nach und prüfte, ob die verbreiteten Annahmen durch die Daten überhaupt gestützt wurden. Dabei zeigte sich ein völlig anderes Bild:

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👉"Vertrauen Sie Ärzten nicht blind. Hinterfragen Sie jede Diagnose, jede Richtlinie und jede Behauptung über „Sicherheit und Wirksamkeit“. Fordern Sie Beweise für einen echten, ganzheitlichen Nutzen statt statistischer Manipulation."

👉"Eine Welt ohne akademische Ärzte könnte für echte Gesundheit unerlässlich sein. Wir müssen das dualistische, korrupte Paradigma ablehnen und zu Ansätzen zurückkehren, die auf lebenden Systemen, Selbstregulation und ganzheitlicher Weisheit gründen."

https://tkp.at/2026/06/14/blindes-vertrauen-in-aerzte-ist-eine-gefaehrliche-taeuschung/
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Eine Geschichte von Schaden, Tyrannei und Weigerung zur Veränderung

Die Erfolgsbilanz der Ärzteschaft offenbart ein jahrhundertelanges Muster iatrogener Zerstörung. Von ihrer Institutionalisierung durch die katholische Kirche im 12. Jahrhundert – die sich eher auf Kontrolle als auf Fürsorge konzentrierte – bis zur Unterdrückung von Kräuterkundigen und Hebammen während der Hexenverfolgungen fungierte die Medizin als Instrument der Tyrannei.

Aderlass, giftige Metalle und unnötige Operationen schwächten die Patienten und verschlimmerten Krankheiten, während den Überlebenden erzählt wurde, sie hätten sowohl die Krankheit als auch die „Behandlung“ besiegt. Das 19. und 20. Jahrhundert brachten Pflichtversicherungen, massenhaftes Pharmamarketing und erfundene Epidemien mit sich, während der Berufsstand trotz zunehmender Beweise für sein Versagen sinnvolle Reformen ablehnte.

Die Korruption sitzt tief: Ärzte wurden zu Dienern der Eliten und der Industrie, verschrieben hochprofitable Medikamente und drängten auf unnötige Eingriffe. Skandale wie Thalidomid deckten dieses Muster auf, doch „gekaufte Forschung“ und Interessenkonflikte bestehen fort.

Die Weigerung, sich zu ändern ist systemisch – festgefahrene Interessen schützen das dualistische Paradigma um jeden Preis, bestrafen Andersdenkende und klammern sich an veraltete Modelle, selbst wenn sich diese als tödlich erweisen. Vorgaben von oben setzen sich über klinisches Urteilsvermögen und die Autonomie der Patienten hinweg und verwandeln das Gesundheitswesen in einen Mechanismus sozialer Kontrolle.

Zum vollständigen Beitrag: https://tkp.at/2026/06/14/blindes-vertrauen-in-aerzte-ist-eine-gefaehrliche-taeuschung/
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Immer wieder liest und hört man von der systematischen Unterdrückung und Verunglimpfung von Naturheilverfahren. Und dann lese ich in denselben alternativen Medien wieder und wieder, ohne auch nur einen Hauch von Skepsis: Vitamin C wäre wirkungslos. Intensivmedizinische Studien hätten sogar ergeben, dass es nicht nur nichts bei septischem Schock bringen würde, nein, es soll sogar das Sterberisiko erhöht haben.

Wirklich? Ich habe schon viel zu den Heilerfolgen von Vitaminen - auch reiner Ascorbinsäure - geschrieben und werde nicht jede Studie für euch auseinandernehmen, die etwas Gegensätzliches behauptet, aber über eine Studie zu septischem Schock habe ich bereits berichtet. Und an ihr lässt sich schön erkennen, wie in der wissenschaftlichen Gemeinde gearbeitet wird:

Dr. Paul Marik und sein Team haben von Januar 2016 bis 2019 mit großem Erfolg über 1.500 septische Patienten behandelt. Mehr als 1.000 weitere Patienten weltweit kontaktierten ihn. Hunderte Ärzte auf der ganzen Welt konnten dieselben reproduzierbaren Effekte beobachten, und das ohne jegliche Nebenwirkungen. Und dann kommt eine Studie daher, in der behauptet wird, es hätten keinerlei positive Effekte beobachten werden können.

Niemand befragte Dr. Marik vorab zum genauen Vorgehen. Völlig egal, ob die erste Dosis nur wenige Stunden nach Eintreffen des Patienten oder nach über 30 Stunden verabreicht wurde, völlig gleichgültig, ob sich die Therapie in Dosierung und Häufigkeit unterschied — wenn so eine große Studie sagt, die Therapie sei wirkungslos, muss sie es wohl sein, oder nicht?

„Diese klinische Studie (VITAMINS) ist realitätsfern. Es tut mir leid, aber sie hat nichts mit Medizin im wirklichen Leben zu tun.“ ~ Dr. Marik

Aber wie immer: Macht euch euer eigenes Bild.
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