Vegane Kinderernährung
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Wer behauptet, vegane Kinderernährung sei "Kindesmisshandlung“ und führe zu einem niedrigeren IQ, offenbart eine erschreckende Faktenresistenz.
Die weltweit größte Ernährungsfachgesellschaft, die Academy of Nutrition and Dietetics, bestätigt unmissverständlich:
Eine gut geplante vegane Ernährung ist in allen Lebensphasen – inklusive Schwangerschaft und Kindheit – absolut gesund und vollständig bedarfsdeckend.
Dies belegt das offizielle englischsprachige Positionspapier der Gesellschaft (
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27886704/), dessen Ergebnisse unter anderem von der Albert Schweitzer Stiftung in einer detaillierten deutschen Zusammenfassung (
https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/and-position-vegane-ernaehrung) wissenschaftlich eingeordnet wurden.
Oft wird an dieser Stelle von Kritikern eingeworfen, pflanzlich ernährten Kindern fehle es zwingend an kritischen Nährstoffen wie Vitamin B12, Eisen, Calcium, Jod oder Omega-3-Fettsäuren.
Doch das lässt sich durch eine bewusste Lebensmittelauswahl und ein verlässliches B12-Supplement fachlich längst widerlegen.
Wenn Kritiker Nahrungsergänzungsmittel dann als unnatürlich abtun, offenbart sich pure Doppelmoral:
Den Tieren in der industriellen Tierhaltung werden diese Vitamine und Spurenelemente ohnehin längst massenhaft künstlich ins Kraftfutter gemischt – ganz zu schweigen von dem massiven Einsatz von Antibiotika, Hormonen und unzähligen Impfungen.
Wer tierische Produkte konsumiert, nimmt diesen Cocktail aus Supplementen und Medikamentenrückständen also lediglich aus zweiter Hand zu sich.
Die weitere Behauptung aus dem Video, eine "offizielle vegane Gesellschaft“ würde fordern, Kinder zwingend vegetarisch zu erziehen, ist schlicht Unsinn.
Ebenso absurd ist das verbreitete Märchen, Veganismus sei eine bloße spirituelle Erfindung der letzten 15 Jahre.
Es ist vielmehr eine jahrtausendealte ethische Grundhaltung intelligenter Denker, Dichter und Philosophen – auch wenn man es früher noch nicht "vegan“ nannte.
Schon Pythagoras, Plutarch und Leonardo da Vinci lehnten das Töten von Tieren für den menschlichen Verzehr strikt ab.
Auch spätere Geister wie Arthur Schopenhauer, Leo Tolstoi oder der Schriftsteller Manfred Kyber haben immer wieder deutlich gemacht, dass tiefes Mitgefühl und wahre Ethik nicht an der Artgrenze enden dürfen.
Der Mensch ist zudem kein Wolf oder Löwe, der aus biologischer Notwendigkeit töten muss, um zu überleben.
Wir sind Allesfresser und haben heute zumeist das Privileg, uns jederzeit gesund rein pflanzlich zu versorgen.
Wer all diese wissenschaftlichen Fakten ignoriert, verteidigt letztlich nur die eigene Bequemlichkeit und erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber dem milliardenfachen Leid auf dem Rücken der der Tiere.
Man sollte sich einmal zutiefst bewusst machen, was man da als vermeintliches Nahrungsmittel auf dem Teller liegen hat:
Es sind Kadaverteile einstmals beseelter, und fühlender Kinder, Mütter und Väter.
Tiere sind hochsoziale Lebewesen mit starken familiären Bindungen, die Schmerz, Trauer, Liebe und Verlust genauso empfinden wie wir.
Es gibt heute schlichtweg keine ethische oder biologische Rechtfertigung mehr dafür, tierische Familienverbände gewaltsam auseinanderzureißen und Milliarden fühlender Lebewesen für einen kurzen Gaumenkitzel systematisch zu versklaven, einzusperren, auszubeuten, in Schlachthöfen zu quälen und brutal zu ermorden.
Und wer noch ein wenig ethisches Restempfinden und Geschick hat, kann sich und seinen Kindern als Elternteil (bio-)vegane Mahlzeiten ohnehin ausgewogen selbst zusammenstellen und zubereiten.
Wer dabei den Austausch sucht, ist längst nicht mehr allein:
Auf speziellen Plattformen und Netzwerken – wie beispielsweise dem bekannten Online-Magazin und der Community
https://www.vamily.de/stichwort/kinderernaehrung/, aber auch auf
https://www.vegan.eu/945438-2/ oder in den zahlreichen großen Elternforen und Fachgruppen (wie etwa den Vernetzungsangeboten von ProVeg) – können sich vegan lebende Eltern wunderbar zusammenschließen, fundierte Erfahrungen teilen und sich gegenseitig im Alltag bestärken.
@tierleidfreielebensmittelund
@WuerdefuerTierundMensch@wuerdigetiervermittlung